Betreutes Wohnen für junge Erwachsene

Selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben und trotzdem Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen: Viele Menschen profitieren vom betreuten Wohnen für junge Erwachsene. Erfahren Sie hier mehr darüber, was diese Wohnform und den ASPIDA Pflegecampus auszeichnet!

Wohnen auf dem ASPIDA-Pflegecampus in Plauen

Bei ASPIDA handelt es sich nicht im eigentlichen Sinne um ein betreutes Wohnen. Wir haben jedoch festgestellt, dass das klassische Betreute Wohnen oftmals viel weniger Sicherheit und Unterstützung bietet, als die Pflegebedürftigen erwarten bzw. benötigen. Daher haben wir die Vorteile der beiden Welten „Betreutes Wohnen“ und „stationäre Pflege“ vereint. Wir wollen, dass die Menschen, die zu uns kommen, sich betreut und begleitet, geborgen und aufgehoben fühlen. Sie können alle Möglichkeiten der freien Entfaltung der Persönlichkeit, der Selbstbestimmtheit und Selbstständigkeit erleben. In diesen Punkten werden wir sie fördern und fordern.

Im Bereich der jungen Pflege gibt es 54 Plätze in Einzel- und sogenannten Partnerzimmern. Die Zimmer sind genau auf die Pflege und Betreuung von Menschen mit Pflegebedarf zugeschnitten. Das zeigt sich in Mobiliar, Farb- und Bildgestaltung sowie in Hinblick auf die Therapie- und Freizeitangebote. Die mit dem Betreuten Wohnen vergleichbaren eigenen Wohnräume bieten einen Rückzugsort und ermöglichen Privatsphäre. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad, dazu kann eine Gemeinschaftsküche auf der Wohnetage genutzt werden.

Das Betreuungskonzept des ASPIDA Pflegecampus in Plauen orientiert sich an einem Hausgemeinschaftsmodell. Das heißt, es soll sich an den Wünschen, Bedürfnissen und Anforderungen der jungen Pflegebedürftigen orientieren. Die Eigenständigkeit und aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stehen besonders im Fokus und sollen hier mit zahlreichen Angeboten gefördert werden. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Einbindung in Alltagsroutinen
  • zahlreiche Ausflüge (zum Beispiel ins Kino, zu Konzerten und Sportveranstaltungen)
  • ausgewogenes Freizeitangebot im Haus mit einer Videolounge, Fitnessraum sowie einem Restaurant mit großzügiger Terrasse)
  • Organisation aller medizinischen Angelegenheiten (Rezeptbestellung, Absprache mit Ärzten, Apotheken- und Hilfsmittelbestellungen usw.)
  • Unterstützung durch hauseigenes und/oder externes therapeutisches Fachpersonal
Zusätzlich wird den Bewohnern des Pflegecampus eine Tagesbetreuung angeboten, die sie in Anspruch nehmen können. Die jeweiligen Förderpotenziale der einzelnen Personen werden bei der Zusammensetzung der Gruppen berücksichtig. Entsprechend passt sich auch der Inhalt der tagesstrukturierenden Angebote an die Interessen und Bedürfnisse der Gäste an.

Die Tagesbetreuung bietet die Möglichkeit einer gleichbleibenden Tagesstruktur. Dennoch stehen die persönlichen Wünsche unserer Gäste im Vordergrund und werden nach Möglichkeit in den institutionellen Ablauf integriert. So können persönliche Präferenzen, zum Beispiel in Bezug auf die Einnahme der Mahlzeiten oder die Zeit des Aufstehens, problemlos in den Tagesablauf integriert werden. So kann jeder Bewohner seine Tage nach eigenen Vorlieben und Wünschen gestalten.

Zudem kochen wir in unserer hauseigenen Küche täglich frisch. Es stehen immer verschiedene Speisen zur Auswahl und (unter Ausnahme der Coronazeit) gibt es in unserem Restaurant ein Frühstücks- und Abendbüffet, um den Hotelcharakter zu unterstreichen und die Selbstbestimmung zu stärken.

Auch unsere Gäste, die bereits bei uns leben, wissen dies zu schätzen. Einer schreibt sogar seinen eigenen Blog, in welchem er von seinem Leben auf dem Campus berichtet. Lesen Sie am besten selbst und verschaffen Sie sich einen ungefilterten Eindruck.

Was ist betreutes Wohnen für junge Erwachsene?

In Deutschland ist das betreute Wohnen sehr beliebt. Eigenständiges Leben und Gemeinschaft werden miteinander verbunden: Junge Menschen leben in ihrer eigenen Wohnung und können bei Bedarf ein umfangreiches Angebot an Beratungen und Unterstützung kostenpflichtig hinzubuchen. Einige Einrichtungen sind dabei an eine Einrichtung der Altenpflege oder an Pflegeheime angeschlossen. Diese Art des Wohnens hat den Vorteil, dass die Bewohner bei zunehmender Pflegebedürftigkeit oder Behinderung auch entsprechend professionelle pflegerische Unterstützung erhalten. Ein erneuter Umzug ins Heim ist damit nicht mehr notwendig. Das Angebot bietet jungen Menschen die Möglichkeit, die erworbenen lebenspraktischen Dinge zu verinnerlichen. Außerdem können sie ihren Alltag selbst gestalten und weitgehend selbstständig leben. Ziel ist, dass junge und ältere Menschen möglichst lang ein eigenständiges Leben führen können. Die Grundversorgung ist gegeben und im Bedarfsfall können die jungen Volljährigen weitere Dienste in Anspruch nehmen.

Wird vom betreuten Wohnen gesprochen, ist meist das betreute Wohnen in einer Wohnanlage gemeint. Jedoch gibt es auch die Möglichkeit, von einer eigenen Wohnung aus die Betreuung in Anspruch zu nehmen. So können junge pflegebedürftige Menschen selbstständig in ihrer eigenen Wohnung leben und verschiedene Grund- und Wahlleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst hinzubuchen. Die Voraussetzung für eine Betreuung in der eigenen Wohnung ist, dass diese zu einem gewissen Maß barrierefrei und pflegegerecht ist. Außerdem muss in der näheren Umgebung ein ambulanter Pflegedienst vorhanden sein. Oftmals stößt diese Form bei der sozialen Betreuung an ihre Grenzen. Kann der Pflegebedarf noch gut kompensiert werden, so sind die Wünsche nach individueller Betreuung und Tagesgestaltung oftmals nur schwer zu realisieren.

Voraussetzungen: Für wen ist das betreute Wohnen geeignet?

Angebot besonders für Menschen, die die Gesellschaft zu Gleichgesinnten suchen, aber nicht allein und selbstständig leben können. Sie können die benötigten Dienstleistungen individuell hinzubuchen. Die Betreuungsleistungen, welche in der Regel Zusatzleistungen sind, sind beim betreuten Wohnen nur als Unterstützung gedacht und sollen dabei helfen, die Selbstständigkeit der Bewohner möglichst lange zu erhalten. Die Tatsache, dass es sich um ein eigenständiges Mietverhältnis handelt, setzt jedoch ein gewisses Maß an Selbständigkeit voraus. Bei steigendem Pflegebedarf kann dieser nicht in jedem Fall gedeckt werden.

In der Hausgemeinschaft wohnen Menschen in ähnlichem Alter und Lebenslage. So entstehen soziale Kontakte zwischen den jungen Erwachsenen. Das Wohnen mit Betreuung ist deshalb besonders gut geeignet für Personen, die gern am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Häufig werden auch Freizeitaktivitäten und Ausflüge angeboten.

Weniger geeignet ist diese Form des Wohnens bei fortgeschrittener Pflegebedürftigkeit oder Demenz, da beides mit einem höheren Betreuungsbedarf einhergeht. Auch sollte bei einem Umzug in eine entsprechende Wohnanlage der Auszug aus dem vertrauten Zuhause nicht unterschätzt werden.

Zuschüsse für betreutes Wohnen

Da das betreute Wohnen zur häuslichen Pflege zählt, besteht für die Pflegeleistungen ein Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch, dass hier ein Pflegegrad vorliegt. Diese Zuschüsse können unterstützend zur Finanzierung der Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden.

Ab einem Pflegegrad 2 steht den Pflegebedürftigen alternativ zur Sachleistung durch einen Pflegedienst das Pflegegeld 2 zur Verfügung. Es steigt mit jedem Pflegegrad, soll die ambulante Pflege durch Angehörige ermöglichen und ist nicht zweckgebunden. Das Pflegegeld kann jedoch nur in voller Höhe beantragt werden, wenn die pflegebedürftigen Personen nicht von einem Pflegedienst versorgt werden.

Die Pflegesachleistungen sollen die Finanzierung von Pflegeaufwendungen durch den ambulanten Pflegedienst abdecken. Die Voraussetzung für diese Leistung ist, dass mindestens Pflegegrad 2 vorliegt und die Pflege häuslich stattfindet.

Allen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad stehen die Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu. Diese umfassen monatlich 125 Euro und können bei Nichtnutzung auch für einen gewissen Zeitraum angesammelt werden. Der festgestellte Pflegegrad ist hierbei jedoch irrelevant. Dieser Betrag soll pflegende Angehörige entlasten, da darüber beispielsweise eine Betreuungskraft oder Haushaltshilfe finanziert werden können.

Welche Vor- und Nachteile gibt es beim betreuten Wohnen für junge Erwachsene?

Vorteile

Nachteile

Hohe Wohnqualität durch eine barrierefreie und pflegegerechte Einrichtung.

Es sind nicht landesweit Wohnanlagen für das Service-Wohnen verfügbar. Es gibt keine festgelegten Standards

Die eigene Wohnung oder das eigene Zimmer bietet einen eigenen Rückzugsort und Privatsphäre.

Da der Begriff "betreutes Wohnen" nicht geschützt ist, gibt es unterschiedliche Qualitätsstandards.

Es besteht die Möglichkeit zu gemeinsamen Aktivitäten mit den anderen Bewohnern.

Bei Pflegebedürftigkeit wird eventuell ein erneuter Umzug erforderlich, falls es auf der Anlage keine angeschlossene Pflegestation gibt.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben soziale Kontaktezu anderen Gleichaltrigen.

Ein Umzug in eine Wohnanlage kann für die jungen Erwachsenen belastend sein. Sie müssen sich an eine neue Umgebung und fremde Menschen gewöhnen.

Die jungen Menschen können ein umfangreiches Serviceangebot mit Grund- und Wahlleistungen in Anspruch nehmen.

Der Mietpreis für das Service-Wohnen liegt etwa 20 Prozent über dem üblichen Mietpreis. Dazu fallen Kosten für Zusatzleistungen an.

Beratung, Betreuung und Informationen sind zu den Geschäftszeiten des Anbieters verfügbar.

Es erfolgt in der Regel keine 24h- Präsenz von Personal. Die Nachtversorgung ist meist nur über Rufbereitschaften abgedeckt.

In Summe der Argumente lässt sich zusammenfassen, dass der ASPIDA Pflegecampus die Vorteile der Selbstbestimmung aus dem Betreuten Wohnen mit dem hohen Maß an Sicherheit aus der stationären Pflege vereint. Dazu kommt ein einmaliges Therapie- und Betreuungsangebot, welches den Pflegecampus zur ersten Wahl für junge Pflegebedürftige macht.