Wohneinrichtungen für junge Menschen mit Behinderung und/oder Pflegebedarf

Insbesondere bei jüngeren Menschen rückt der Begriff der Pflegebedürftigkeit in den Hintergrund und das Wort Behinderung in den Vordergrund. Dennoch kann eine Behinderung durchaus zu einem hohen Aufwand im Sinne der Pflegebedürftigkeit führen. Da es jedoch für die unterschiedlichen Ausprägungen der Behinderungen spezialisierte Wohnformen gibt, beschreiben wir im Folgenden die wesentlichen Unterschiede, um Ihnen zu verdeutlichen, für wen unser Haus, der ASPIDA Pflegecampus Plauen, besonders geeignet ist. Allgemein kann man zunächst sagen, dass in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung Erwachsene Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags erhalten. Bei den zahlreichen Angeboten und Einrichtungen einen Überblick zu behalten, ist aber nicht immer leicht. Hier erfahren Sie daher mehr über die verschiedenen Einrichtungen und die besondere Ausrichtung des ASPIDA Pflegecampus.

Der ASPIDA Pflegecampus in Plauen: Junge Pflege für Menschen mit Behinderung

Der ASPIDA Pflegecampus in Plauen bietet ein innovatives Wohnkonzept sowohl für junge als auch für alte Menschen, die in ihrem Alltag auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind. Von den 110 Plätzen sind 54 für jüngere Menschen und 56 für Seniorinnen und Senioren ausgelegt. Jüngere und ältere Pflegebedürftige benötigen aufgrund ihrer unterschiedlichen Ansprüche und Bedürfnisse ein generationsspezifisches Angebot. Das bezieht sich sowohl auf die Struktur und Ausstattung der Apartments als auch auf die Angebote zur Freizeitgestaltung.

Ziel des ASPIDA Pflegecampus ist es, das Selbstwertgefühl der Menschen zu steigern und ihnen die Möglichkeit zu geben, trotz Erkrankung und Pflegebedürftigkeit in Würde zu leben. Besonders bei jüngeren Menschen sollte hierbei die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Vordergrund stehen und ermöglicht werden. Dies wird nicht nur durch regelmäßige Ausflüge oder alltägliche Dinge wie Friseurbesuche ermöglicht, sondern auch durch die Einbindung in die Tagesabläufe der Einrichtung. Die Gäste sollen so mit Verantwortung, Tagesstruktur und echten Aufgaben konfrontiert werden. Ziel der zahlreichen Angebote ist die Förderung und der Erhalt der vorhandenen kognitiven, sensorischen, psychischen sowie speziellen Fähigkeiten.

Besonders geeignet ist unser Haus für Menschen, deren Behinderung im Wesentlichen auf körperlichen Einschränkungen beruht. Dies kann zum Beispiel durch Erkrankungen wie Multiple Sklerose, aber auch durch sogenannte erworbene Behinderungen durch Unfall o.ä. der Fall sein. Dabei spielt die Schwere der körperlichen Behinderung keine Rolle. Grundsätzlich können wir allen Menschen bis zum Pflegegrad 5 eine adäquate Pflege und Betreuung anbieten. Dabei sind auch geistige Entwicklungsverzögerungen oder kognitive Beeinträchtigungen nach Schlaganfall oder durch Demenz (z.B. Korsakow Syndrom) Krankheitsbilder, welche wir betreuen können. Jedoch erfolgt hier vor Aufnahme immer eine Einzelfallprüfung. Eine dauerhafte Beatmung ist in unserem Haus aktuell leider nicht möglich.

Stationäre Wohnformen

In stationären Wohnformen, wie zum Beispiel dem ASPIDA Pflegecampus, finden Menschen mit Behinderung ein Zuhause, wenn sie keinen eigenen Haushalt führen und auch nicht mit ihrer Familie leben können oder wollen. Diese Wohnform bringt einige Vorteile mit sich:

  • Die vollstationäre Pflege ist in Deutschland rechtlich geregelt.
  • Es besteht kein klassisches Mietverhältnis, sondern ein Heimvertrag nach WBVG.
  • Die Wohnangebote umfassen die Pflegeleistungen, die Unterkunft sowie die Verpflegung.
  • Die permanente Anwesenheit von Pflegepersonal sowie die soziale Betreuung sind enthalten.
  • Die Wohnangebote sind vollständig barrierefrei. Wollen Sie sich von der Barrierefreiheit des ASPIDA Pflegecampus selbst überzeugen? Dann probieren Sie jetzt unseren virtuellen Rundgang!
Zu den wichtigsten Formen zählen hier das Wohnheim sowie das Pflegeheim. Viele ältere Personen mit Behinderung sind aber auch in Altenheimen untergebracht.

Wohnheim

In einem Wohnheim wohnen mehrere Menschen mit Behinderung in einem Haus zusammen. Besonders dann, wenn die Erwachsenen viel Unterstützung benötigen, kann ein Wohnheim sinnvoll sein. Das Pflegepersonal ist in der Einrichtung ständig vor Ort und kann so bei Bedarf direkt helfen. Die Heime können hierbei verschiedene Schwerpunkte haben. Während in einigen Einrichtungen die Mobilität der Personen im Vordergrund steht, spielen in anderen Verhaltensauffälligkeiten eine große Rolle. Wohnheime sind meist bei schweren geistigen Behinderungen die geeignete Wahl.

Generell leben die Bewohner in Wohnheimen oft in Wohngruppen zusammen und haben jeweils feste Bezugspersonen. Durch diese werden sie in ihren individuellen Möglichkeiten und bei der Bewältigung ihrer Angelegenheiten unterstützt. Auch können Angebote gezielt auf die bestehenden Fähigkeiten und die Förderung der Selbstständigkeit angepasst werden. Die Aufenthaltsdauer ist in Wohnheimen nicht begrenzt, weshalb die Wiedereingliederung in das allgemeine gesellschaftliche Leben meist als Ziel bestehen bleibt.

Pflegeheim

In Pflegeheimen leben alte, chronisch kranke sowie behinderte Menschen. Sie erhalten dort rund um die Uhr Pflege und Versorgung. Die Einrichtungen sind auf Personen ausgelegt, die in erheblichem Maße auf Hilfe bei Verrichtungen des täglichen Lebens angewiesen sind. Im Gegensatz zu den Wohnheimen steht hier die Pflege im Vordergrund. Pflegebedürftige leben in ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft und werden von dieser ganztägig gepflegt. Der ASPIDA Pflegecampus ist auf dem Papier zwar ein Pflegeheim, aber das innovative, generationenübergreifende Konzept mit Schwerpunkt auf Hotelambiente und Selbstbestimmung, gepaart mich fachlich hochwertiger Pflege- und Betreuung ist in unserer Region einmalig.Darüber hinaus gibt es Pflegeeinrichtungen in teilstationärer Form. In der sogenannten Tagespflege werden die behinderten Menschen nur nachts oder nur tagsüber versorgt und kehren anschließend wieder in ihre eigene Wohnung zurück. Ein teilstationäres Angebot halten wir im ASPIDA Pflegecampus derzeit nicht vor.

Altenheim

Altenheime sind Wohneinrichtungen für ältere Menschen. Sie sind primär der Unterbringung, Betreuung und Pflege alter Menschen zugedacht. Heute haben die Altenheime aber zunehmend auch die Aufgabe, pflegebedürftige Menschen aufzunehmen. Somit wandeln sich die Altenheime zunehmend zu Pflegeheimen. Da jedoch die Bedürfnisse von Senioren und jungen Erwachsenen mit Behinderung sehr verschieden sind, ist diese Art der Unterbringung für beide Parteien nicht optimal. Generell gibt es diese Wohnform kaum noch in Deutschland und spielt daher eine untergeordnete Rolle.

Betreutes Wohnen

Viele Senioren gehen im Alter in das betreute Wohnen, welches auch als Service-Wohnen bezeichnet wird. Dies ist meist der Einstieg in eine betreute Wohnform im Alter. Aber auch für jüngere Menschen mit Behinderung ist dieses Angebot gut geeignet. Oft sind die Wohnungen an Pflegeheime angegliedert, damit auch zu einem späteren Zeitpunkt die Versorgung gewährleistet werden kann. Im Gegensatz zur stationären Pflege ist der Begriff des betreuten Wohnens nicht geschützt, sodass es von Anbieter zu Anbieter große Unterschiede geben kann. Das betreute Wohnen meint meist keine Alltagsbetreuung. Die Menschen mit Behinderung erhalten bei Bedarf regelmäßig Besuch von Pflege- oder sozialen Kräften. Diese Hilfestellung erfolgt nicht rund um die Uhr. Unterteilen lässt es sich in drei mögliche Formen:

Die eigene Wohnung

Das ist die eigenständigste Wohnform für Menschen mit einer Behinderung und ältere Menschen. Hier kommen Mitarbeiter eines Dienstes stundenweise in die Wohnung und leisten dort Unterstützung, wo diese nötig ist. Das selbstbestimmte Leben steht hier im Vordergrund. Diese Wohnungen sind befinden sich oft in der Nähe von Alten- oder Pflegeheimen oder sind direkt an diese angegliedert.

Die Wohngruppe

Behinderte Menschen leben in diesem Spezialangebot mit nicht-behinderten Personen zusammen. Alternativ können die Wohngruppen aber auch ausschließlich aus behinderten Menschen bestehen.

Wohnen in Gastfamilien

Diese Wohnform für behinderte Menschen hat das Ziel, die Inklusion und Teilhabe zu fördern. Durch die Mitglieder der Gastfamilie sowie eines Pflegedienstes erfolgt eine familienbezogene Begleitung

Betreutes Wohnen bietet viele Möglichkeiten, aber auch Risiken. Durch die fehlende Regulierung versprechen sich die Betroffenen häufig viel mehr Hilfeleistungen als es in der Realität gibt. In der Regel ist weder rund um die Uhr Personal anwesend noch die Pflege und Betreuung im Leistungspaket beinhaltet. Der ASPIDA Pflegecampus löst dieses Problem. Bei uns erhalten Sie selbstbestimmtes Leben und Wohnen mit garantierter Unterstützung zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie ein umfassendes Betreuungsangebot zur Alltagsgestaltung.